
"Bildungsverantwortung konkret: Evangelische Schulen und das Selbstverständnis christlicher Lehrkräfte" lautete das Thema des diesjährigen Studientages, zu dem die AEED alle
interessierten Kolleginnen und Kollegen herzlich eingeladen hatte.
Tagungsort war die Wilhelm-Löhe-Schule, eine Evangelisch-kooperative
Gesamtschule in Nürnberg. Den Flyer zum Studientag mit dem Programm
finden Sie hier. Wie üblich fand der Studientag im Rahmen der Vertreterversammlung der AEED statt.
Übersicht zu den Regelungen zum Religionsunterricht in Hamburg
Im Rahmen der Vertreterversammlung der AEED vom 11.-13. November
in Goslar haben die Wahlen für alle Gremien der AEED stattgefunden.
Bernd Giese ist zum neuen Vorsitzenden der AEED gewählt worden.
Der neue Vorstand setzt sich aus folgenden weiteren Personen zusammen:
Hermann Abels (Schatzmeister), den Beisitzern Martin Pfeifenberger,
Dr. Christiane Pritzlaff, Kurt Schatz, Rainer Wittmann und den
beratenden Mitgliedern Dr. Gudrun Philipp (Sprecherin der Kommission für
Fragen des Religionsunterrichts) und Arno Rädler (Sprecher der AG
Schulentwicklung und Pädagogik der AEED).

Der Vorstand der AEED
Von links: Kurt Schatz (Fachgemeinschaft Ev. Religionslehrer/innen in Württemberg e.V.), Hermann Abels (Aktionsausschuss Niedersächsischer Religionslehrer), Martin Pfeifenberger (Arbeitsgemeinschaft Ev. Religions-lehrerinnen und -lehrer an Gymnasien in Bayern), Bernd Giese (Gemeinschaft Ev. Erzieher e.V., Rheinland/Saar/Westfalen), Dr. Christiane Pritzlaff (Vereinigung Hamburger Religionslehrer/innen e.V.), Rainer Wittmann (Fachverband Ev. Religionslehrerinnen und Religionslehrer in Baden e.V.)
In die Kommission für Fragen des Religionsunterrichts sind gewählt worden: Dr. Gudrun Philipp (Sprecherin), Dr. Tanja Gojny, Dr. Rainer Möller, Sabine Noetzel, Dörte Nowitzki, Martina Schlosser, Dr. Manfred Spieß und Gerhard Ziener. Die AG Schulentwicklung und Pädagogik setzt sich zusammen aus dem Sprecher Arno Rädler und den Mitgliedern Uwe Köhler, Joachim Kreter, Dr. Ursula Leipziger und Dr. Anita Müller-Friese.
Vom 16.-18. November 2011 fand die 9. Pädagogische Konferenz zum Thema "Schulen auf dem Weg zur Profilierung - Und wo bleibt die Bildung?" in Lutherstadt Eisleben statt. Diese Tagung von Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Deutscher Katecheten-Verein (dkv), AEED und Fachverband Ethik wurde von rpi-virtuell dokumentiert. Zur Dokumentation
Zum Bericht von Frau Dr. Christiane Pritzlaff
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"Lebendiges Lernen" auf dem Deutschen Ev. Kirchentag 2011 in Dresden
"Ja, so ist es. Genau so." Eine Besucherin des AEED-Standes - und sie
ist wahrlich nicht die Einzige - steht vor den "alten" Plakaten der AEED "Als Vater/Mutter möchte ich eigentlich" und "Als Lehrer/Lehrerin möchte ich eigentlich".
Die Plakate sind unübersehbar angebracht; der Blick fällt sofort auf
sie. Auch der Dresdner Kirchentag (1.-5. Juni 2011) zeigt, dass sie ihre
Aktualität noch nicht verloren haben. Die vielen Gespräche und Wünsche,
die Plakate zu besitzen, bestätigen das. Selbst wer sie schon kennt,
hat noch immer Interesse an ihnen. Allein 50 Besucher bitten uns, ihnen
die großen Plakate zuzuschicken, um sie öffentlich aufzuhängen, und eine
noch größere Anzahl Besucher bittet um die Internetadresse, auf der sie
im Kleinformat heruntergeladen werden können. Vorschläge zur optischen
Veränderung werden gemacht, z. B. auf den "Trauerrand" zu verzichten und
die Formulierungen farbig zu gestalten. Hierüber entwickeln sich sogar
Diskussionen, da manche Besucher gerade das Schwarz als augenfällig
empfinden. Der Vorschlag, ein drittes Plakat zu entwerfen, dass
"Lösungen", mindestens aber Anregungen bereithält, um nicht bei
Befolgung dessen, was man eigentlich möchte, zusammenzubrechen, könnte
vielleicht ein Aktionsvorschlag für den nächsten Kirchentag sein.
Dass so viele vielfältige Gespräche stattgefunden haben, mag auch an dem einladenden und großzügigen Gemeinschaftstand der religionspädagogischen Institute (ALPIKA) gelegen haben, an dem die AEED vertreten war. Dieser Stand in Halle 4 auf dem "Markt der Möglichkeiten" befand sich im Bereich "Lebendiges Lernen" und beherbergte auch noch rpi virtuell und die Evangelische Schulstiftung. Die verschiedenen am ALPIKA-Stand vertretenen Gruppen lockten auch unterschiedliche Interessengruppen herbei, die dann aber auch auf die anderen Bereiche aufmerksam wurden. Ein kleines und ruhiges Café bot außerdem die Möglichkeit, zur Besinnung zu kommen, bevor man sich erneut in den Trubel der Halle stürzte.
Ging es, wie zu Beginn geschildert, um die Situation als Eltern und
Lehrer - angeregt durch die Plakate -, so gab es doch auch ein Interesse
an den "Argumenten für das kleine Fach der großen Fragen", an dem
Positionspapier "Nehmt den Druck aus der Schule", an Materialien für den
Religionsunterricht, aber auch für den Ethikunterricht. Eine
Besucherin, die nach China gehen wollte, suchte dringend Materialien für
den Ethikunterricht, den sie in China erteilen sollte.
Für mich eher unerwartet, suchten auch eine Reihe von Erziehern das
Gespräch. Eine Erzieherin wünschte sich einen Schwerpunkt im Bereich
religiöse Erziehung für unter Dreijährige, da sie hierzu Materialien
vermisste.
Interesse gab es auch an den Verbänden in den verschiedenen Bundesländern. Der ausgelegte Flyer der AEED fand viele Abnehmer, der des GCLE Sachsen e.V. wurde durchaus nachgefragt. Insgesamt müssen die Verbände wegen Mitgliederschwundes nicht so verzagt sein, betrachtet man das Interesse für den AEED-Stand auf dem Kirchentag. Allerdings müssten sie stärker kreativ über Wege des Bekanntmachens nachdenken. Es gab mehr Unwissenheit über die Verbände als Desinteresse.
Wenn man die große Nachfrage nach den Stellungnahmen,
Positionspapieren und Verlautbarungen der AEED bedenkt, müssten die
Arbeitsgruppen vielleicht stärker auf solche Papiere hinarbeiten. Dies
wenigstens ist eine Einsicht, die ich am AEED-Stand gewonnen habe.
Christiane Pritzlaff
Poster zum Download:
Als Lehrer/Lehrerin möchte ich eigentlich
Als Vater/Mutter möchte ich eigentlich
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Ökumenische Tagung der „Arbeitsgemeinschaft
Evangelischer Erzieher in Deutschland" und des „Deutschen
Katecheten-Vereins“ in Würzburg 8./9. April 2011
zum Thema "Konfessioneller Religionsunterricht in einer
nachkonfessionellen Gesellschaft? Evangelisch und katholisch sein - aus gutem Grund"
Die Ökumene ist auf dem Weg – auch im Blick auf die Weiterentwicklung des konfessionellen Religionsunterrichts. Das zeigte die gemeinsame Tagung zweier länderübergreifender Dachverbände von evangelischen und katholischen Lehrern (AEED und Deutscher Katecheten-Verein) im Kloster Himmelspforten in Würzburg an diesem Wochenende.
Im Mittelpunkt stand dabei die Notwendigkeit einer verstärkten konfessionellen Kooperation im Religionsunterricht verschiedener Schularten durch ein gegenseitiges „Gastrecht“ in gemeinsamer Verantwortung der großen Kirchen.
Dem Grundgesetz entsprechend wird Religionsunterricht in fast allen Bundesländern konfessionell eigenständig erteilt. Das soll auch mit der zunehmenden Einführung des Islamunterrichts nach deutschen pädagogischen Standards so bleiben. Denn gerade die unterschiedlichen Profile der Konfessionen haben sich als fruchtbar für die Gestaltung des christlichen Glaubens und die Reflexion über seinen Beitrag zur Gesellschaft erwiesen.
Zu den neuen Herausforderungen der Religionspädagogik gehört aber die demografisch bedingte Abnahme der Teilnehmer am christlichen Religionsunterricht. Das trifft besonders Schulen in der jeweiligen Diaspora, wenn keine evangelische oder katholische Unterrichtsgruppe mit ausreichender Schülerzahl mehr zustande kommt. Vor allem in den Haupt- und Berufsschulen ist dadurch eine Grauzone entstanden, in der Religionsunterricht stillschweigend konfessionsübergreifend erteilt wird oder häufig ganz ausfällt.
Dem will das Konzept der „Gastfreundschaft“ entgegentreten. In
begrenzten Zeiträumen soll es so möglich sein, Schüler/innen der anderen
Konfession mit zu unterrichten. Dafür müssen Religions- und
Gemeindepädagogen besonders weitergebildet werden, um den Anliegen der
jeweils anderen Konfession gerecht zu werden und ihren „Gastschülern“
nicht einfach den Unterricht in der eigenen konfessionellen Ausprägung
überzustülpen. Schließlich soll der unterschiedliche Zugang zur
Erschließung der christlichen Botschaft für das eigene Leben und die
gesellschaftliche Sozialisation respektiert und in seinem Profil zum Zug
gebracht werden. So könnten „Gäste“ und „Gastgeber“ in allen
Jahrgangsstufen und Schulzweigen voneinander lernen. Das diskutierte
Konzept kann dabei bereits auf Formen der konfessionellen Kooperation
zurückgreifen, die für gemeinsame Unterrichtsphasen in vielen Lehrplänen
festgeschrieben sind oder als Modell erprobt werden. Diese sollten
erweitert und ausgebaut werden. Das wünschen sich die Tagungsteilnehmer
von ihren Kirchenleitungen.
Die Hauptreferentin Frau Prof. Link-Wieczorek aus Oldenburg plädierte
in diesem Zusammenhang dafür, die „Christliche Identität in
konfessioneller Verankerung“ zur Basis zu machen.
Offen gelassen wurde wegen der noch nicht ausgereiften Entwicklung des
Islamunterrichts einstweilen die Frage nach einer Kooperation mit
muslimischen Lehrkräften und Unterrichtsgruppen.
H.Klemm, 14.4.2011
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Diskussionspapier der AG Schulentwicklung und Pädagogik
Wir brauchen "Eine Schule, die alle auf den Weg nimmt und ans Ziel bringt". Wie können wir im Interesse der uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler zu mehr Bildungsgerechtigkeit beitragen? Die AG Schulentwicklung und Pädagogik hat ein Kriterienpapier für eine von pädagogischen Einsichten geleitete Schulentwicklung erarbeitet, dass auf Beschluss der Vertreterversammlung im November 2010 allen Mitgliedsverbänden zur Diskussion und mit Bitte um Stellungnahme zugeschickt worden ist.
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Ökumenischer Kirchentag: Reli - ein Fach wie kein anderes?
Zusammen mit acht katholischen und evangelischen Verbänden und
Einrichtungen hat der Deutsche Katecheten-Verein e.V. auf dem
Ökumenischen Kirchentag in München ein vielbeachtetes Forum zum
Religionsunterricht veranstaltet. "Reli - ein Fach wie kein anderes?".
Es ging vor allem um zwei Fragen an dieses umstrittene und zugleich
faszinierende Unterrichtsfach: Worin unterscheidet sich der katholische,
evangelische oder neuerdings auch islamische Religionsunterricht von
den anderen Schulfächern - nicht nur fachspezifisch, sondern auch
strukturell? Aber auch: Warum behaupten viele Fachleute (nicht nur
Kirchenvertreter!), der Religionsunterricht sei im Bildungsauftrag der
Schule unverzichtbar, so wichtig wie Mathematik und Deutsch?
Andrea Nahles und Marianne Birthler, Christoph Lehmann und Hamideh
Mohagheghi, Weihbischof Boom und Prof. Ritter haben sich den Fragen
gestellt, haben Position bezogen - mit guten Argumenten.
Einen Bericht von Dr. Hans Schmid (Deutscher Katecheten-Verein) zu dem Podium finden Sie hier.
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